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Marjoleine Boonstra, Niederlande
What Keeps Mankind Alive
Filme / Installation / Ausstellung
Eröffnung Mi 29. Oktober, 18 Uhr
Do 30. Oktober bis So 2. November, 12 Uhr bis 20 Uhr
Black Box, Gasteig
€ 1,– (nur Tageskasse - vor dem Saal)
Die dokumentarisch-fiktionalen Filmarbeiten der Niederländerin Marjoleine Boonstra beschäftigen sich mit Menschen, deren Leben sich im öffentlichen Raum abspielt, weil sie heimatlos, obdachlos, auf der Flucht oder im Krieg sind. Die Künstlerin vereint in ihren Arbeiten die formalen Standards der professionellen Fotografin mit dem intensiven Interesse an Menschen, die sich in Extremsituationen befinden, am Rande ihrer Existenz, die nicht selten traumatisiert sind und langsam ihren Weg zurück ins Leben suchen. Egal, ob sie sich mit Menschen in einem bosnisch-kroatischen Flüchtlingscamp beschäftigt oder Flüchtlinge im Sangatte Flüchtlingscamp begleitet, immer mischen sich bei Boonstra außergewöhnliche filmische Spannung mit tiefer, genauester Untersuchung des einzelnen Individuums. Es war Pina Bausch, die gesagt hat, ihr sei vor allem wichtig, was Menschen bewege, nicht so sehr, wie sie sich bewegen. Boonstra folgt der Spur von Bewegung als Antrieb des Lebens, der Hoffnung, die die Menschheit am Leben erhält.
“Straight looking in the camera, in single words you move through their lifes of pain and hope. In a silent way, you come very close. People who are forced to make a private living in public places, because of a war, prison, a hurricane or other circumstances… There are borders around them, but they try to keep on steppin’.” (Marjoleine Boonstra)
Marjoleine Boonstra (geb. 1959) studierte an der Academy of Modern Art in Groningen und beendete ihr Filmstudium an der Filmakademie in Amsterdam. Sie arbeitet im Bereich der Fotographie und der Installation. Jüngste Ausstellungen: Dutch Insight in Daejon (2006) und Seoul (2005), Frames Revisited, Paris (2005), Hongkongoria (2004) im Van Abbemuseum in Eindhoven, Outlook, International Art Exhibition, Benaki Museum Athen (2008), Crossing the Line, Kunsthalle Wien (2003), Go No Go , NFI, Dutch Institute of Photography Amsterdam (2003), Monologue Interieur 1 and 2, Gemeentemuseum Den Haag (2003). Ihre Arbeiten wurden im Fernsehen und auf vielen internationalen Festivals gezeigt. Seit 1990 arbeitet sie für die niederländische Produktionsfirma Human.nl. Sie erhielt zahlreiche Preise, darunter den Preis der Kurzfilmtage Oberhausen für Britanya, den L.J. Jordaanprijs und den ICODO Award für Bela Bela sowie zahlreiche Nominierungen für Ulay.
In Zusammenarbeit mit der Münchner Stadtbibliothek
> www.marboni.nl
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