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Liebe Festivalgäste,
zum 11. Mal veranstaltet das Kulturreferat das Festival für zeitgenössischen Tanz: DANCE. DANCE ist heute eine internationale Plattform, ein überregional und international anerkanntes Konzeptfestival moderner Prägung, auch im Hinblick auf das Publikums-interesse.
Zu diesem Ruf haben in den vergangenen 20 Jahren bedeutende Compagnien aus aller Welt beigetragen, die aus der zeitgenössischen Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken sind: Merce Cunningham und William Forsythe als die Choreographen des Jahrhunderts, Alwin Nikolais, Lucinda Childs, Bill T. Jones oder Steven Petronio, die Spitzen der nordamerikanischen Tanzwelt, die Tanzavantgarde aus Kanada von Louise Lecavalier und La La La Human Steps bis Daniel Leveillé, die israelische Batsheva Dance Company; der Japaner Saburo Teshigawara, Anne Teresa de Keersmaeker, Meg Stuart oder Sasha Waltz haben ebenso maßgeblich zum Erfolg der Festivals beigetragen wie Meredith Monk, Performerin und Vokalartistin aus New York, oder das Cloud Gate Dance Theatre aus Taiwan.
Die Konzeption des Festivals, den Blick auf das Neue, das Avantgardistische zu richten und dies in einen tanzübergreifenden, diesmal auch historischen und thematischen Kontext zu stellen, der jenseits des reinen Geschehens auf der Bühne mittels diskursiv-performativer Begleitveranstaltungen kommuniziert wird, hat sich also bewährt.
Neu dazugekommen sind in diesem Jahr die sogenannten Specials, die das Festival auf vier Wochen erweitern: „Die Lange Nacht des Tanzes“ mit dem Bayerischen Staatsballett und Dance 4 Kids mit dem Theater der Jugend. Ich freue mich ganz besonders, dass Tanzkunst speziell für junges Publikum und für die Entwicklung eines zukünftigen Tanzpublikums als Programmpunkt im Festival integriert ist. Neu hinzugekommen ist auch die Idee, mit Choreographinnen und Choreographen des Festivals in die Stadtteilzentren von Milbertshofen, Freimann und Moosach zu gehen und mit den Jugendlichen vor Ort zu arbeiten und umgekehrt diese Jugendlichen ins Zentrum und zu den Veranstaltungen zu holen: Tanz ist nonverbal und hilfreich für die Integration von Kindern unterschiedlicher Herkunft und schafft auf diese Weise die GegenWelten, die DANCE 2008 im Titel vereint.
Internationale Compagnien von Rang und Namen und junge Künstler wurden auch dieses Jahr wieder eingeladen, um an den GegenWelten teilzunehmen. Mit ihnen wird München insgesamt vier Wochen zur Plattform der internationalen Tanzszene: über 50 Veranstaltungen, 20 Compagnien an neun Spielstätten, darauf können wir stolz sein.
Ich wünsche den Besuchern von DANCE 2008 viele spannende und neue Eindrücke und dem Festival viel Erfolg und Anerkennung.

Dr. Hans-Georg Küppers
Kulturreferent der Landeshauptstadt München
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